Wir alle müssen unsere Zukunft gestalten

Unser Bundesfinanzminister feiert sich für die „schwarze Null“ – während die verarmten Kommunen mit ihren Problemen allein gelassen werden. Die Bundesarbeitsministerin klopft sich für das beschlossene Rentenpaket auf die Schulter – während die nachfolgenden Generationen die Wahlgeschenke teuer bezahlen müssen. Und die große Koalition spricht unaufhörlich von Steuergerechtigkeit – während das gebrochene Versprechen, den Solidaritätszuschlag nur befristet bis 2019 für den Aufbau in den neuen Bundesländern zu erheben, zusehends verpufft.
Warum geht deshalb niemand auf die Straße? Wo ist der Protest der Ruhrgebietsstädter? Wo der Aufstand betrogener Steuerzahler? Was machen die jungen Leute, um für mehr Generationengerechtigkeit in diesem Land zu sorgen? Leider zu wenig.
Denn zu viele denken, dass sich unsere Gesellschaft von selbst gestaltet. Und was die Jungen betrifft, steht fest: Die allermeisten von ihnen gehören zur Generation Praktikum. Zur Generation Selbstausbeutung. Zur Generation Altersarmut. Was diese „High Potentials“ im Arbeitsleben erwartet, sind nicht selten befristete Verträge. Und zwar jahrelang. Aber gerade deshalb sollte es für eine ganze Generation wichtig sein, neue Lösungen auszuprobieren, mutige Schritte zu wagen. Damit ihr Handeln, damit unser aller Handeln nicht ohne Folgen bleibt. Denn Politik, Gesellschaft und Ökonomie lassen sich nicht vom Smartphone aus gestalten.
Und deshalb gilt: Die Bürger müssen endlich wieder mehr bestimmen – und sollten nicht bestimmt werden. Das gilt auch für die junge Generation. Wir alle haben schließlich die Macht, unsere Zukunft zu gestalten. Wir müssen es nur tun.
Aber wofür gibt es gute Vorsätze? In diesem Sinne: Ein Hoch auf 2015!

Düsseldorf, den 1.1.2015                                                                   Jasmin Buck

Kolumne Wir alle müssen unsere Zukunft gestalten (PDF)

Kontakt: buck@interessengemeinschaft-zukunftsfaehigkeit.de

Ein Gedanke zu „Wir alle müssen unsere Zukunft gestalten

  1. Chrstiane Wilde

    Liebe Frau Buck,

    sie haben so Recht! Die Informationen liegen offen auf dem Tisch, jedenfalls für den, der sich für das Thema interessiert.
    Die Folgen der EZB-Politik beginnen wir bereits jetzt zu merken. Sie gehen zu Lasten der Sparer und erschweren für unsere Kinder den Aufbau einer Altersversorgung. Und niemand tut etwas.

    Sie haben die Dinge sehr prägnant auf den Punkt gebracht. Bravo!

    Antworten

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.