2 Gedanken zu „Deutschland im Wandel

  1. Bernd Hoffmann

    Sehr geehrter Herr Hildebrandt,
    Sie haben in dem Vortrag die Probleme auf den Punkt gebracht. Dass es nichts nützen wird, ist Ihnen sicher auch klar. Der Grund liegt in unserem Parteiensystem. Die Parteien haben nur das eine Ziel, bei der nächsten Wahl wieder an die Regierung zu kommen. Die Entscheidungen sind daher taktisch und nicht strategisch. Hier wären systemische Änderungen notwendig, beispielsweise Begrenzung eines Abgeordneten-Mandats auf 2 Legislaturperioden, Abschaffung des Fraktionszwanges, ausführliche Begründung, warum den Wirtschaftsweisen im Einzelfall nicht gefolgt wurde.
    Wenn auch eine Rückkehr zu nationalen Währungen m.E. Europas Stellung im globalen Wettbewerb nicht schädigen würde, ist dies aus technischen Gründen schwer vorstellbar. Allerdings muss, wie Sie auch sagen, einzelnen Ländern ein Aussteig möglich gemacht, ich sage sogar, aufgezwungen werden.
    Man muss klar sehen, dass der Euro nur noch existiert, weil Verträge permanent gebrochen werden.
    Eine Zukunftsfähigkeit für Deutschland genauso kritisch wie Sie. Ich habe daher meinen Kindern geraten, nach Möglichkeit ins angelsächische Ausland zu gehen.
    MfG
    Bernd Hoffmann

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  2. Joachim Dörr

    Guten Tag Herr Hildenbrandt,

    zu Ihrem Vortrag kann ich Sie nur beglückwünschen. Sie sprechen klar aus, wo die Probleme unseres
    Landes liegen.
    Wir haben aber das Problem, daß zum grossen Teil hauptsächlich Umverteiler Politik in unserem Lande betreiben und strategisches und wirtschaftliches Denken nur bei wenigen vorhanden ist. Es fehlt auch die Kontrolle durch eine starke Opposition, die streng markwirtschaftliche Positionen vertritt.
    Für mich ist mit das größte Problem die völlig verkorkste Energiewende. Wenn nicht schnell ein tragfähiges Konzept zum greifen kommt, werden die Energiekosten weiter rasant steigen und die Deindustriesierung genauso rasant voranschreiten. Die rot-grüne Regierung hat mit diesem Sündenfall der Subventionierung von Strom durch die EEG-Umlage (Umverteilung von unten nach oben) begonnen, da die Grünen Ideologie klar das Ziel der Deindustrialisierung verfolgen.
    Auswandern der Jungen ist eine Möglichkeit, die andere ist ein Aufstehen der jungen Leute gegen das Parteienestablishment, das ihre Zukunft verspielt.
    Nicht nur eine Begrenzung der Parlamentszugehörigkeit würde sicher mehr frischen Wind und hoffentlich mehr Kompetenz bringen, sondern auch eine Halbierung des Bundestages und aller Länderparlamente.
    Nochmals herzlichen Dank für Ihren Einsatz.

    Beste Grüsse aus Baden-Baden
    Joachim Dörr

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