Unsichtbare Schulden

In den öffentlichen Haushalten werden nur die im jeweiligen Haushaltsjahr anfallenden Ausgaben und Einnahmen ausgewiesen. Wenn die Ausgaben höher sind als die Einnahmen ergibt sich aus der Differenz die jährliche Neuverschuldung. Die Summe aus allen jährlichen Neuverschuldungen ergibt die veröffentlichte staatliche Gesamtverschuldung.

Die öffentlichen Haushalte zeigen nicht die ganze Wahrheit zur Staatsverschuldung. Wie bei einem Eisberg gibt es hier auch unter der Oberfläche unsichtbare Schulden. Dies betrifft die Beamtenpensionen und die Sozialversicherungssysteme. Die Politik hat hier Leistungen versprochen, die erst in der Zukunft zu Zahlungen führen werden und daher nicht in öffentlichen Haushalten enthalten sind.

Nach den Berechnungen  der Stiftung Marktwirtschaft betragen die unsichtbaren Schulden 3.800 Mrd. Euro. Zusammen mit den sichtbaren Schulden hat Deutschland eine Nachhaltigkeitslücke von 5.900 Mrd. Euro. Um dies überhaupt begreifbar zu machen, hat die Stiftung Marktwirtschaft folgende Berechnung erstellt: Wenn dieser Schuldenberg jemals zurückgezahlt werden sollte, müsste jeder heute lebende Bürger bis zu seinem Lebensende, zusätzlich zu den sowieso zu zahlenden Abgaben, monatlich einen Betrag von 270,– Euro an den Staat abführen.

Die Art der Rechnungslegung für die öffentlichen Haushalte, bei der künftige Belastungen nicht ausgewiesen werden, ist nicht ausreichend nicht für die ordnungsgemäße Bilanzierung des Unternehmens Deutschland. Wir brauchen daher zusätzlich zu den öffentlichen Haushalten gesetzlich vorgeschriebene  Generationenbilanzen, damit der bisher nicht vorhandene Interessenausgleich zwischen den Generationen sichtbar wird.

Hier finden Sie folgendes Schaubild (bei Klick auf die Grafik vergrößert sich die Ansicht):

Die Schuldenwahrheit

Deutschland im Wandel

 

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